Geschichte der Elisabetherinnen

IN NEUBURG

Schwerer Anfang in großer Armut

Am 8. Juli 1840 kamen Schwester Ludovika Hiebel, Antonia Wagner und Thekla Dietl in Neuburg an. Sie hatten nicht mehr bei sich, als sie aus Azlburg mitführen konnten. Mit zwei Zimmern und sieben Betten starteten sie bescheiden, aber beherzt die Krankenpflege für Frauen und Mädchen.

 

Nach und nach wuchs das Unternehmen der drei Schwestern zu einer stattlichen Größe – Filialen konnten von Neuburg aus in Lauingen, Aindling und Rain sowie im Hl.-Geist-Bürgerspital in Neuburg gegründet werden. Zur Blütezeit – im Jahre 1965 – zählte die Schwesternschaft 121 Mitglieder. Neben der Krankenpflege gründete das Kloster auch zwei Schulen für die Krankenpflege von Erwachsenen (1948) mit derzeit 60 Ausbildungsplätzen und für Kinder (1954) mit derzeit 40 Ausbildungsplätzen. Auch das Krankenhaus selbst blühte, wuchs und gedieh: Heute ist die Klinik Sankt Elisabeth mit 321 Betten und rund 1.000

Mitarbeitern der größte zivile Arbeitgeber in Neuburg.

 

Zum 1. Juli 2017 haben wir die Klinik Sankt Elisabeth in die Hände eines neuen Trägers gelegt. Bereits im Frühjahr 2015 gab Generaloberin Sr. Maria Goretti zu bedenken: „Wir sind zu alt, um uns den Herausforderungen der Zukunft weiter mit unserer ganzen Kraft zu stellen, wie wir es in den vergangenen 175 Jahren konnten – und wie es dieses Krankenhaus mit all den Patienten und Mitarbeitern, die hier ein- und ausgehen, verdient.“ Seit dem Trägerwechsel ist die KJF Katholische Jugendfürsorge Augsburg für die Klinik Sankt Elisabeth zuständig.

 

Einen kurzen Einblick in die Geschichte unseres Ordens gibt unsere Festschrift „175 Jahre Elisabethinerinnen in Neuburg 1840 – 2015“. Sie ist an unserer Klosterpforte kostenlos zu erwerben.